Güímar

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Güímar - Thor Heyerdahls Vermächtnis

Thor Heyerdahl ist vielen durch seine anthropologischen Theorien und seine spektakulären Atlantiküberquerungen im Schilfboot, unter anderem mit der berühmten Kon-Tiki, noch wohlbekannt. In Güímar hat uns der nicht unumstrittene Wissenschaftler und Abenteurer sein Vermächtnis hinterlassen.
In den sechs noch erhaltenen Pyramidenbauten von Güímar, die häufig als von Bauern aufgeschichtete Steinhaufen abgewertet werden, sah er das Bindeglied zwischen den nach ähnlichen Vorgaben errichteten Mayapyramiden und den Pyramiden der alten Welt und einen Beweis für eine antike Schiffsverbindung nach Amerika. Sein Argument gegen die Steinhaufen-Theorie ist, dass es sich beim Baumaterial der Pyramiden von Güímar nicht um Steine aus der unmittelbaren Umgebung handelt, sondern um Lavagestein. Weiterhin wurde der Boden unter den Bauwerken eingeebnet und die Steine an den Ecken der Pyramiden behauen.
Auch haben sie eine astronomische Ausrichtung. Zur Sommersonnenwende kann man von der Plattform der größten Pyramide einen zweifachen Sonnenuntergang erleben: Die Sonne versinkt hinter einer Bergspitze, taucht dahinter wieder auf und versinkt erneut hinter dem nächsten Berg. Alle Pyramiden haben Treppen an der Westseite. Zur Wintersonnenwende tritt man über sie genau der aufgehenden Sonne entgegen.
All das war Grund genug für Heyerdahl, den größten Teil seiner letzten Jahre auf in Güímar auf Teneriffa zu verbringen und der Erforschung der Pyramiden zu widmen. Es entstand der Ethnographische Park von Güímar, in dem außer den Pyramiden selbst auch zahlreiche Modelle der Schilfboote zu sehen sind, mit denen er bewiesen hat, dass es auch in vorkolumbianischer Zeit schon möglich war, nach Amerika zu gelangen.
Schautafeln und Ausstellungsstücke veranschaulichen Heyerdahls Theorien und die geschichtlichen Zusammenhänge. Der Eintritt ist mit zehn Euro (Kinder fünf, Residenten sieben Euro) jedoch recht hoch.

Die Stufenpyramiden sind nicht die einzige Attraktion, die Güímar zu bieten hat. Die beiden Kirchen im Stadtkern, die Iglesia del Convento de Santo Domingo und die Iglesia de San Pedro aus dem 17. Jahrhundert, sind ebenfalls einen Besuch von Güímar wert.
Unten am Meer in Puertito de Güímar kann man frischen Fisch genießen und an der langen, hübsch gestalteten Promenade direkt am Meer spazieren gehen. Badeplätze in den Klippen und ein kleiner schwarzer Sandstrand laden zum Schwimmen ein.
Das Gemeindegebiet von Güímar liegt im Südosten Teneriffas und reicht vom Bergrücken Cumbre Dorsal bis hinunter ans Meer.
Der Ort Güímar hat etwa 15.000 Einwohner und ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. In der umgebenden Landschaft gibt es mehrere Landschaftsparks. Besonders interessant ist das Malpaís, ein küstennahes Lavafeld, mit dem Vulkankegel "Montaña Grande", der einen Krater von 300 Metern Durchmesser hat und 276 Meter hoch ist. Ein erstarrter Lavastrom führt vom Krater zum Meer hinab.
Außerdem gibt es eine Grotte, die "Cueva Honda", die durch die Explosion einer Gasblase entstanden ist. Sie ist 100 Meter lang und bis zu fünf Meter hoch. Diese typische Vulkanlandschaft hat eine artenreiche Fauna und Flora mit mehr als 50 höheren Arten zu bieten. Diese einzigartige Landschaft wurde zum "Besonderen Naturschutzgebiet" (Reserva Natural Especial) erklärt.

Güímar ist über die Südautobahn TF-1 mit dem Auto leicht zu erreichen. Es liegt unweit von Santa Cruz zwischen Candelaria und Fasnia. Will man die Pyramiden besuchen, biegt man an der Abfahrt in Richtung des Inselinneren nach Güímar ab. Im Ort sollte man sehr genau auf die Beschilderung zum "Parque Etnográfico" achten, da sie an manchen Stellen leicht zu übersehen ist.
Eine Anreise mit dem Bus empfiehlt sich nicht, denn die beschriebenen Attraktionen des Ortes liegen recht weit voneinander entfernt und sind teilweise auch gar nicht mit dem Linienbus zu erreichen sind. Von Santa Cruz aus fahren die Linien 120 und 121 Güímar stündlich direkt an, am Wochenende alle zwei Stunden. Die 120 hält auch in Puertito de Güímar. (sh)


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